Varianten des Free TV
Das Free TV ist die klassische und weit verbreitete Art des Fernsehens. Free TV bedeutet im Klartext gesprochen, dass der Fernsehzuschauer ein vergleichsweise günstiges Programm empfangen kann. Außer der GEZ-Gebühr, deren Bezahlung schon durch die Bereithaltung eines Fernsehers verursacht wird, ist dieses Fernsehen für den Zuschauer tatsächlich kostenlos. Dennoch müssen innerhalb des Free TV zwei gänzlich unterschiedliche Arten von Fernsehprogrammen unterschieden werden: Die öffentlich-rechtlichen Programme und das Privatfernsehen.
Mehr Vielfalt durch SAT.1, RTL & Co.
Das Privatfernsehen beginnend mit den beiden Fernsehpionieren RTL und SAT.1 hat die Fernsehlandschaft bunter und vielfältiger werden lassen. Anfangs wurde zwar von vielen Kulturkritikern der Vormarsch des Boulevards und der angeblich seichten Unterhaltung zunehmend aggressiv thematisiert – in der Realität sind die privaten Fernsehanbieter aus einem bunten Programm aber nicht mehr wegzudenken. Im Gegensatz zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen finanzieren sich die privaten Sender aber fast ausschließlich aus Werbeeinnahmen, Produktplatzierungen oder dem Verkauf eigener Fanartikel. Abseits der klassischen Kulturschiene wird also fast alles produziert, was Kunden oder Zielgruppen interessiert und nicht gegen die guten Sitten verstößt. Einziger Nachteil für die Fernsehzuschauer ist die sog. 12-Minuten-Regel: Diese beschreibt den maximalen durchschnittlichen Werbeanteil pro Stunde. Wer also das Programm sieht, der muss mit Werbeunterbrechungen rechnen. Ansonsten ist aber das Privatfernsehen im Free TV tatsächlich kostenlos. Durch die Werbeeinnahmen können selbst so attraktive sportliche Ereignisse wie die Champions League übertragen werden.
Die Grundversorgung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens
Diese Variante des Free TV lebt überwiegend von den Einnahmen der GEZ und zu einem geringen Teil von Werbung. In diesen Programmen steht die Grundversorgung im Vordergrund, also die Information der Bevölkerung und auch ein kleinerer Teil an Unterhaltungsprogrammen. Deshalb steht das öfffentlich-rechtliche Fernsehen innerhalb des Free TV auch in der Kritik, weil zu viel Staatsnähe manchmal auch ein einseitiges Programm fördert. Allerdings gibt es auch Fernsehhighlights wie relativ gründliche Recherchen und Reportagen, die ganz ohne Rücksicht auf Werbekunden die journalistische Freiheit genießen und nutzen.
Wer also Free TV nutzt der hat die im wahrsten Sinne des Wortes – bis auf die ungeliebte GEZ Gebühr- die freie Auswahl unter den ganz unterschiedlichen Programmformaten und Fernsehsendern.
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