Die Fernsehfilme
Eigentlich ist das Fernseh immer mehr auf dem Weg dazu, ein Nebenbeimedium zu werden. Immer mehr Exemplare finden sich an verschiedenen Orten in der Wohnung. Die Zeit, in der das Fernsehen auf das Wohnzimmer beschränkt war, sind längst vorbei. Heute hat sich das Fernsehgerät seinen Weg ins Schlafzimmer freigekämpft und so unüblich ist es nicht mehr, kleinere Geräte auch in der Küche zu haben. Die neuen Fernsehfilme könnten diesen Trend stoppen.
Dabei gerät das, wofür das Fernsehen ursprünglich geschafffen wurde, immer mehr in den Hintergrund, das Schauen von Filmen wird mehr und mehr zu einer Tätigkeit, die sich auf das Medium Computer verlagert. Günstige Streaming Angebote und ein schneller Internet Zugang machen es möglich. Dabei sind die Fernseher der aktuellen Generation bestens dafür geeignet, Fernsehfilme in voller Länge zu genießen. Am besten auf der Couch, ausgestattet mit Knabberzeug in einer gemütlichen Haltung. Und die TV Macher tun ihr äußerstes, uns an die Fernsehfilme zu fesseln. Spannende Fernsehfilme laufen fast an jedem Abend in der Woche und für jeden ist etwas dabei. Egal, ob Serienjunkie oder Trash Fan.
Typische Fernsehfilme zeichnen sich dadurch aus, dass sie in Ausstattung und Technik mit den für das Kino produzierten Streifen durchaus mithalten können. ARD und ZDF teilen sich diesen Fernsehfilme Markt geschickt untereinander auf und versorgen die Zuschauer an jeweils einem Abend der Woche mit einem aufwendig produzierten Fernsehfilm. In der Medienkritik erreichen diese Filme oftmals gute Kritiken. 2012 etwa setzt das ZDF die bewährte Krimi Reihe von Lars Becker fort.
Varianten des Free TV
Das Free TV ist die klassische und weit verbreitete Art des Fernsehens. Free TV bedeutet im Klartext gesprochen, dass der Fernsehzuschauer ein vergleichsweise günstiges Programm empfangen kann. Außer der GEZ-Gebühr, deren Bezahlung schon durch die Bereithaltung eines Fernsehers verursacht wird, ist dieses Fernsehen für den Zuschauer tatsächlich kostenlos. Dennoch müssen innerhalb des Free TV zwei gänzlich unterschiedliche Arten von Fernsehprogrammen unterschieden werden: Die öffentlich-rechtlichen Programme und das Privatfernsehen.
Mehr Vielfalt durch SAT.1, RTL & Co.
Das Privatfernsehen beginnend mit den beiden Fernsehpionieren RTL und SAT.1 hat die Fernsehlandschaft bunter und vielfältiger werden lassen. Anfangs wurde zwar von vielen Kulturkritikern der Vormarsch des Boulevards und der angeblich seichten Unterhaltung zunehmend aggressiv thematisiert – in der Realität sind die privaten Fernsehanbieter aus einem bunten Programm aber nicht mehr wegzudenken. Im Gegensatz zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen finanzieren sich die privaten Sender aber fast ausschließlich aus Werbeeinnahmen, Produktplatzierungen oder dem Verkauf eigener Fanartikel. Abseits der klassischen Kulturschiene wird also fast alles produziert, was Kunden oder Zielgruppen interessiert und nicht gegen die guten Sitten verstößt. Einziger Nachteil für die Fernsehzuschauer ist die sog. 12-Minuten-Regel: Diese beschreibt den maximalen durchschnittlichen Werbeanteil pro Stunde. Wer also das Programm sieht, der muss mit Werbeunterbrechungen rechnen. Ansonsten ist aber das Privatfernsehen im Free TV tatsächlich kostenlos. Durch die Werbeeinnahmen können selbst so attraktive sportliche Ereignisse wie die Champions League übertragen werden.
Die Grundversorgung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens
Diese Variante des Free TV lebt überwiegend von den Einnahmen der GEZ und zu einem geringen Teil von Werbung. In diesen Programmen steht die Grundversorgung im Vordergrund, also die Information der Bevölkerung und auch ein kleinerer Teil an Unterhaltungsprogrammen. Deshalb steht das öfffentlich-rechtliche Fernsehen innerhalb des Free TV auch in der Kritik, weil zu viel Staatsnähe manchmal auch ein einseitiges Programm fördert. Allerdings gibt es auch Fernsehhighlights wie relativ gründliche Recherchen und Reportagen, die ganz ohne Rücksicht auf Werbekunden die journalistische Freiheit genießen und nutzen.
Wer also Free TV nutzt der hat die im wahrsten Sinne des Wortes – bis auf die ungeliebte GEZ Gebühr- die freie Auswahl unter den ganz unterschiedlichen Programmformaten und Fernsehsendern.
Fernsehen im Internet
Mittlerweile verfügt in Deutschland fast jeder Haushalt über einen Internetanschluss, demnach war es nur eine Frage der Zeit, bis das Internet auch in der Fernsehbranche Einzug hielt. Legale kostenlose oder kostenpflichtige Möglichkeiten, um online Fernsehen zu können, gibt es bereits zuhauf. Das Online Fernsehen wird in den nächsten Jahren laut Experten noch populärer werden.
Viele Fernsehsender verfügen mittlerweile über eigene Videoplattformen, auf denen kostenlos und zeitlich begrenzt Sendungen abrufbar sind, falls man die Sendung im Fernsehen verpasst haben sollte oder sie nocheinmal ansehen möchte. Erst nach einer bestimmten Anzahl von Tagen werden diese online Fernsehen Angebote eventuell kostenpflichtig und sind dann meist für eine geringe Gebühr verfügbar. Auch Fernsehfilme oder Blockbuster kann man dort für wenig Geld bequem am PC ansehen.
Auch Internet Videotheken zum online Fernsehen erfreuen sich großer Beliebtheit. Dort hat der Kunde die Wahl aus einer Vielzahl aktueller Filme und Serien. Manche davon sind ebenfalls kostenlos im eigenen Browser abzuspielen, meist jedoch wird das “Pay-per-View” Prinzip angewendet. So zahlt der Nutzer lediglich für die Videos, die er auch tatsächlich ansieht und kann so besser mit seinen Kosten kalkulieren.
Für Filmfreunde, die sehr gerne online fernsehen, empfiehlt sich der Erwerb verschiedener Pakte, die – ähnlich einer Flatrate – zum Ansehen einer bestimmten Anzahl von Filmen im Monat berechtigen. Dies zahlt sich nur aus, wenn das Angebot schließlich auch ausgereizt wird. Dann jedoch profitiert der Kunde von einem klaren Preisvorteil beim online Fernsehen und kann vor dem Kauf einer DVD oder Blu-Ray von zuhause aus in den Film schnuppern.
Grenzenloser Fernsehgenuss
Das Pay TV erweitert das doch sehr eingeschränkte Fernsehangebot der öffentlich-rechtlichen und durch Zwangsabgaben finanzierten Fernsehsender um viele weitere attraktive Komponenten und Facetten. Dabei ist das Geschäftsmodell und die Finanzierung eine grundlegend andere: Der Benutzer bzw. Abonnent entscheidet, welche Sender und Schwerpunkte er sehen möchte und zahlt dafür im Rahmen eines Abonnements oder mit einer Monatspauschale. Lesen Sie deshalb am besten selbst nach, warum Pay TV grenzenloser Fernsehgenuss ist und wie dies eigentlich funktioniert.
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat sich von vielen Sportereignissen und aus der Live-Berichterstattung vielfach zurückgezogen. Stattdessen gibt es beispielsweise in der sogenannten Sportschau der ARD nur einige Schnipsel bzw. Versatzstücke von Fußballspielen. Das große Interesse an der DFL Bundesliga oder auch vielen anderen sportlichen Events (wie Eislaufen) der Sportliebhaber kann also nur durch private Fernsehsender im Pay TV Verfahren abgedeckt werden. Deshalb gibt es auch ganz unterschiedliche Pay TV Angebote. Aus der Angebotsvielfalt kann sich der Abonnent einen oder mehrere Fernsehkanäle heraussuchen, die er zusätzlich zum klassischen Angebot abonnieren möchte. Damit hat er die volle Auswahl vom Science Fiction Kanal bis hin zur Bundesliga-Konferenz oder dem Eislaufen und vielem mehr.
Im Gegensatz zum Internet ist der klassische Fernsehübertragungsweg nicht rückkanalfähig. Dies bedeutet, dass ein Sendesignal an alle Empfänger geht und es nicht unterschieden werden kann, wer den Kanal abonniert hat und wer nicht. Aus diesem Grund wird jedes Signal eines Pay TV Senders verschlüsselt gesendet. Wer das entsprechende Abonnement abgeschlossen hat, der bekommt ein Entschlüsselungsgerät bzw. eine Smart Card für den Decoder, so dass er die bestellten Programme sehen kann. Damit steht dem grenzenlosen Fernsehgenuss beim Pay TV nichts mehr im Wege.